Coronakrise

Wie eine Mutter tröstet

 

Gebet mit Bezug zu Jesaja 66,13 (Gott sagt: „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“)

19. März 2020

 

Lass dir erzählen, Gott, wie es uns geht.
In diesen Tagen.
Wo alles so anders ist.
So durcheinander.
Wo die Sonne lacht
und wir die Freude vergessen.
Wo die Natur neues Leben hervorbringt
und wir in Ängsten sind.

Tröste uns, wie eine Mutter tröstet.

Lass dir erzählen, Gott, wie es deinen Menschen geht.
Den Alten in den Pflegeheimen,
die wir nicht mehr besuchen dürfen wie sonst.
Und den Kranken,
die meist ohne ihre Lieben in den Krankenhäusern sind.
Allen Menschen, die in ihren Wohnungen bleiben müssen
und die Einsamkeit fürchten.

Tröste sie, wie eine Mutter tröstet.

Lass dir erzählen, Gott, wie es deinen Menschen geht.
Den Kindern, die die Sorge der Erwachsenen spüren.
Den Jugendlichen, für die Ruhe halten so schwer ist.
Den Eltern, die jetzt so viele Lösungen finden müssen.
Allen Menschen, die um ihre Existenz fürchten.

Tröste sie, wie eine Mutter tröstet.

Lass dir erzählen, Gott, wie es deinen Menschen geht.
Den Menschen, die sowieso schon am Ende ihrer Kräfte sind.
In den Flüchtlingslagern in Griechenland und anderswo.
In den griechisch-türkischen Grenzgebieten.
Und lass dir erzählen von den vielen Menschen,
dort und hier,
die helfen und nicht müde werden.

Tröste sie, wie eine Mutter tröstet.

Gott, schütte sanft deinen Trost über uns aus.
Der uns umhüllt.
Und Segen dazu.
Der uns immun macht
gegen die Panik.
Sage zu unserem ängstlichen Herzen:
„Beruhige dich.“
Sprich zu unserer verzagten Seele:
„Ja, die Gefahr ist da. Aber ich bin bei dir.“

Und noch dazu und allem zum Trotz:
Gib uns die Freude wieder.
An der Sonne.
An der aufbrechenden Natur.
An den Menschen, die wir lieben.
An dir, du Gott des Lebens.
Damit wir mutig durch diese Zeit gehen.
Amen

(formuliert von Pfarrerin Doris Joachim)

Bleiben Sie behütet und gesund!

Gottesdienstabsagen wegen Coronavirus

 

Die Kirchenvorstände von Burgbracht, Hitzkirchen-Helfersdorf und Kefenrod
 

folgen den Handlungsempfehlungen der Evangelischen Landeskirche Hessen und Nassau und teilen mit:

 

Es finden bis Ende März 2020 keine Gottesdienste statt!

 

Der Kindergottesdienst wird eingestellt.
 

Die Gemeindeglieder werden gebeten, die Gottesdienste im Radio zu hören oder im Fernsehen anzuschauen.

 

Alle Veranstaltungen der Kirchengemeinden (Seniorennachmittag, Konfirmandenunterricht, KV-Sitzungen) sind abgesagt.

 

Wir hoffen, dass wir damit einen kleinen Beitrag leisten, um die Ausbreitung des Corona Virus zu verlangsamen.

Möge Gott allen, die im Gesundheitswesen Ihren Dienst tun, einen langen Atem und Durchhaltevermögen schenken. Den Kranken möge Gott beistehen und die Gesunden für die Not anderer sensibel machen.
 

Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an am Gebet! (Röm. 12,12)

 

Die Vorsitzenden der Kirchengemeinden: Marina Henrich, Bernd Sinner, Silke Sinner, Pfarrerin Andrea Klimm-Haag, am 14.03.2020 

 

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben,                    

liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

die Corona-Krise trifft uns alle unvorbereitet und mit großer Wucht. Die Bundeskanzlerin, Angela Merkel, spricht von einer sehr großen gesellschaftlichen Herausforderung und vergleicht diese mit den Anstrengungen in Deutschland nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Lage ist ernst, sehr ernst.

Wir alle sind aufgerufen, den Aufforderungen der Bundesregierung Folge zu leisten und unsere Aktivitäten auf ein absolutes Minimum zu beschränken, soziale Kontakte zu meiden und wenn möglich zu Hause zu bleiben. Alle öffentlichen Zusammenkünfte sind verboten.

Das betrifft auch die Gottesdienste in unseren Kirchengemeinden. Auch in der Karwoche und an Ostern werden wir keine Gottesdienste feiern können. Auch Taufen, Hochzeiten und Konfirmationen finden derzeit bis Ende April nicht statt. Wie es im Mai mit den Gottesdiensten und Amtshandlungen weitergehen wird, ist derzeit offen.

Beerdigungen sind weiterhin möglich. Sie sollen aber im kleinsten Familienkreis, in einer kurzen liturgischen Form stattfinden. Notwendige Trauergespräche können telefonisch geführt werden.

Die Lage ist ernst und das verunsichert uns alle. Besonders Menschen ab 60 Jahren und Menschen mit Vorerkrankungen sollen sich in Acht nehmen, so hören wir es immer wieder. Gerade sie brauchen Schutz und bedürfen unserer aller Fürsorge.

Nächstenliebe heißt in diesen Tagen:

  1. äußerlich auf Distanz zu gehen
  2. wo es Not tut, ganz praktisch zu helfen (z.B. Botengänge anzubieten, Einkäufe zu erledigen)
  3. im Kontakt zu bleiben (Telefon, WhatsApp, Skype)
  4. füreinander und miteinander zu beten.

Weiterlesen: Rundbrief Coronakrise

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