Liebe Schwestern und Brüder im Glauben,                    

liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

die Corona-Krise trifft uns alle unvorbereitet und mit großer Wucht. Die Bundeskanzlerin, Angela Merkel, spricht von einer sehr großen gesellschaftlichen Herausforderung und vergleicht diese mit den Anstrengungen in Deutschland nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Lage ist ernst, sehr ernst.

Wir alle sind aufgerufen, den Aufforderungen der Bundesregierung Folge zu leisten und unsere Aktivitäten auf ein absolutes Minimum zu beschränken, soziale Kontakte zu meiden und wenn möglich zu Hause zu bleiben. Alle öffentlichen Zusammenkünfte sind verboten.

Das betrifft auch die Gottesdienste in unseren Kirchengemeinden. Auch in der Karwoche und an Ostern werden wir keine Gottesdienste feiern können. Auch Taufen, Hochzeiten und Konfirmationen finden derzeit bis Ende April nicht statt. Wie es im Mai mit den Gottesdiensten und Amtshandlungen weitergehen wird, ist derzeit offen.

Beerdigungen sind weiterhin möglich. Sie sollen aber im kleinsten Familienkreis, in einer kurzen liturgischen Form stattfinden. Notwendige Trauergespräche können telefonisch geführt werden.

Die Lage ist ernst und das verunsichert uns alle. Besonders Menschen ab 60 Jahren und Menschen mit Vorerkrankungen sollen sich in Acht nehmen, so hören wir es immer wieder. Gerade sie brauchen Schutz und bedürfen unserer aller Fürsorge.

Nächstenliebe heißt in diesen Tagen:

  1. äußerlich auf Distanz zu gehen
  2. wo es Not tut, ganz praktisch zu helfen (z.B. Botengänge anzubieten, Einkäufe zu erledigen)
  3. im Kontakt zu bleiben (Telefon, WhatsApp, Skype)
  4. füreinander und miteinander zu beten.

Das besondere Motto der Fastenzeit lautet in diesem Jahr „Zuversicht – sieben Wochen ohne Pessimismus“. Selten hat ein Motto besser gepasst! Gerade Christen sind aufgerufen, in Zeiten der Not und der Bedrängnis die Hoffnung zu bewahren.

Eine Initiative der Evangelischen Kirche ruft dazu auf, der Zuversicht öffentlich Ausdruck zu geben und abends um 19.00 Uhr, bei dem Geläut der Kirchturmglocken, eine Kerze zu entzünden und am offenen Fenster laut oder leise das Vater Unser zu beten, vereint mit den Nachbarn und Nachbarinnen und vereint mit den vielen anderen Christen in der Welt. Vielleicht steht ja ihr Nachbar oder ihre Nachbarin auch um 19.00 Uhr am Fenster. Dann ist das die Zeit einander zuzuwinken und einander ein Lächeln zu schenken.

Gottesdienste und Andachten werden regelmäßig im Fernsehen und im Radio ausgestrahlt. Auch sie verbinden Menschen im Glauben und im Gebet miteinander und mit Gott.

Persönliche Anliegen und Nöte können Sie auch telefonisch mit unserer Pfarrerin Andrea Klimm-Haag besprechen. Sie ist zu erreichen unter der Telefonnummer: 06054/5226.

Wir wünschen allen guten Mut, einen langen Atem und eine große Zuversicht. Seien Sie Gott befohlen und bleiben sie gesund!

 

Herzliche Grüße!

Marina Henrich, Bernd Sinner, Silke Sinner und Pfarrerin Andrea Klimm-Haag

Vorsitzende der Evangelischen Kirchspielgemeinden des Pfarramtes Hitzkirchen

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